Der Tierschutzverein Arche EuregioAachen e.V.

Die Historie der Arche, des TSV Arche Aachen e.V.

und der Aachener Tierschutzpreis


Es war 1977, als sich vier Ehepaare zusammen setzten und berieten, um das Elend der Tiere in der Region Aachen und Umgebung zu verbessern. Die Umstände, wie Tiere damals noch versorgt, behandelt und überwiegend gehalten wurden, waren katastrophal, am aller schlimmsten ging es den Tieren aus der landwirtschaftlichen Haltung, um deren Schutz sich überhaupt keiner kümmerte. Der Tierschutz wurde, wenn überhaupt, ausschließlich als Hunde- und Katzenschutz ausgeübt. Obwohl er in unsere Region schon mehr als 40 Jahre organisiert und allgemein bekannt war, befand er sich - bescheiden gesagt - in einem desolaten Zustand. Die Tierschützer waren untereinander zerstritten und auch hierdurch hatte sich der Tierschutz kaum weiter- und fortentwickelt. Alles in allem eine schlimme Situation für die Tiere! Letztendlich war das Resultat aus der Zusammenkunft in Würselen, dass die Versammelten, die Gemeinschaft der Freunde der Tiere der Arche ins Leben riefen und fortan alte, kranke und schwer vermittelbare Tiere in privaten Bereichen beheimateten, versorgten und sie bis zu ihrem natürlichen Tod begleiteten.

Im Jahr 1996 gründeten aus diesem Kreis heraus 26 Freunde der Tiere der Arche, in Kall in der Eifel, den Tierschutzverein „Die Arche“-Gnadenhof für Tiere e.V., und im Jahr 1999 wechselte dann der Verein von Kall nach Aachen. Dieser neu gegründete Verein ist ein christlicher, auf Humanität ausgerichteter Tierschutzverein. Es dauerte noch bis 2004, dass die Tierschützer der Arche den Namen in „Arche Aachen e.V.“ dem regionalen Wechsel anglichen. Für den gegründeten Tierschutzverein galt auch weiterhin: Das Wärme, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, in einer sozialen , humanen und christlichen Wertegemeinschaft, als oberstes Gebot und Arche Leitmotiv erhalten bleibt! Die “Arche- Aachen e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der auf Grund seiner sozialen Komponenten, für geleistete Spenden, berechtigt ist, den Spendern, Bescheinigungen zur steuerlichen  Absetzbarkeit auszustellen und wo alle Tätigkeiten ehrenamtlich ausgeführt werden.

Obwohl noch jung an Jahren, war es doch eine wechselhafte Geschichte, die der Verein erleben musste. Und wir bedauern dies nicht, denn das machte ihn lebendig, stark und widerstandsfähig! Und darauf sind wir, die Tierschützer der „Arche“, mächtig stolz. In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist es schon eher selten als Gemeinschaft so viele Jahre alt zu werden. Wenn man einmal überlegt: Wie schnell ist etwas Neues da, und, ehe man sich versehen hat, ist es auch schon wieder weg. Gott sei Dank trifft dies nicht für die Arche zu. Das immer wieder Neue zeigt sich insbesondere in der sich stetig verändernden Mitgliederzahl. Zeitweise wurden alleine über 120 Mädchen und wenige Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren beschäftigt, die abwechselnd täglich unsere vielen Gnadentiere bewegten, versorgten, fütterten und liebevoll pflegten und pflegen. Und das verbindet uns alle!


Mit der Vereinsgründung, und eng verbunden mit der Standortfrage, entwickelte sich auch der vom Verein geführte Gnadenhof für alte, kranke und schwer vermittelbare Tiere, der zunächst in Kall und dann, mit der Verlegung des Vereins nach Aachen, nach Würselen siedelte und bis heute in Würselen-Euchen beheimatet ist. Auf dem Gnadenhof der Arche lernen Kinder mit Menschen und Tieren sozial und human umzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Bei all ihren Bemühungen wird die Arche nicht ihre Wurzeln vergessen oder vernachlässigen, und auch in Zukunft in erster Linie für alte, kranke und schwer vermittelbare Tier sorgen, sie beheimaten und wenn möglich an liebe und ordentliche Menschen vermitteln und verantwortlich weitergeben.

Liebe Freunde, so lebendig und wechselhaft es dem Verein und dem Gnadenhof auch ging, so war es auch mit dem Aachener Tierschutzpreis „Mein Herz schlägt für Tiere“. Zunächst war dieser Preis nur für Mitglieder gedacht, die sich ganz besonders in ihrem Wirken für die Tiere der Arche einsetzten, sie liebevoll pflegten , versorgten und aufopfernd hegten. Der erste Tierschutzpreis wurde noch im Jahre 1996 an Frau Elvira Meurer im Gnadenhof Kall verliehen. Sie war mit Leib und Seele im Gnadenhof verwurzelt und zeichnete sich ganz besonders durch ihr Wirken in Kall aus. Im Jahr 1999 wurde diese Auszeichnung in den „Aachener Tierschutzpreis“ umbenannt und wurde 2006 am 02.04. im zehnten Jahr nach der Vereinsgründung an Herrn Dieter Amkreutz verliehen. Er ist es, der in ganz besonderer Art und Weise die Arbeit der Arche seit deren Bestehen im Jahr 1977 unterstützt und bis heute zu möglich machte.


Der Aachener Tierschutzpreis wird immer noch verliehen an Menschen, Gruppen oder an Vereinigungen, die ganz Besonderes für die Tiere leisteten und/oder leisten. Er wird nur verliehen, wenn diese Menschen es nicht organisiert, sondern aus freien Stücken tun. Vorschläge für die Preisvergabe könne alle Mitglieder(innen), Ehrenmitglieder, Paten/Patinnen sowie Freunde der Tiere der Arche machen. Über die Vergabe entscheidet ein Kuratorium. Die Mitglieder des Kuratoriums setzen sich zusammen aus dem Vorstand und den vom Vorstand berufenen Mitgliedern, aus dem Kreis der Vorschlagsberechtigten und wenn nötig, sind hier Ausnahmen möglich. Im Laufe der vergangenen Jahre wurde der Aachener Tierschutzpreis an verschiedene Menschen und Gruppen verliehen, die sich um den Tierschutz insbesondere mühten und sich um die Arche außergewöhnliche Verdienste erworben haben. Erlauben Sie uns hier stellvertretend für die vielen lieben Menschen, in diesem Sinne an die Verleihung des Aachener Tierschutzpreises im Jahr 2003 zu erinnern, denn dieser wurde niemandem geringerem als dem Deutschen Bundestag in Berlin, und am 31.03. an den Präsidenten des Bundestages, Herrn Dr. Wolfgang Thierse im Reichstag überreicht. Weil der Deutsche Bundestag im Jahr 2002 des Tierschutz in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen hatte!

Werden auch Sie aktiv im Arche Tierschutz, oder unterstützen Sie ihn, in/bei einer der vielfältigen Möglichkeiten.